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Glossar

VgV — Vergabeverordnung

auch: VgV · Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge

Definition

Die Vergabeverordnung (VgV) regelt in Deutschland das Verfahren bei der Vergabe öffentlicher Liefer- und Dienstleistungsaufträge oberhalb der EU-Schwellenwerte. Sie konkretisiert den vierten Teil des GWB und setzt die Richtlinie 2014/24/EU um; eigene Abschnitte gelten für die Vergabe freiberuflicher Leistungen sowie für Architekten- und Ingenieurleistungen. Unterhalb der Schwellenwerte gilt sie nicht — dort greifen UVgO und Landesrecht.

Fundstelle: VgV · §§ 97 ff. GWB · Richtlinie 2014/24/EU
Gemessen im eigenen Bestand · Stand 21. August 2026

3.591 offene Verfahren weisen die VgV als Verfahrensordnung aus, 316 die SektVO für den Sektorenbereich.

Aus dem Feld „Verfahrensart/Rechtsgrundlage“ der deutschen Plattformen. Bekanntmachungen, die es nicht befüllen, fehlen in beiden Zahlen.

Was das für Bieter bedeutet

Für Bieter ist die VgV das Regelwerk, das die Formalien oberhalb der Schwellen vorgibt: die zwingend elektronische Kommunikation, die Mindestfristen, die Zulässigkeit der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung anstelle einzelner Nachweise, die Regeln zur Eignungsleihe und die Pflicht des Auftraggebers, Eignungs- und Zuschlagskriterien samt Gewichtung vorab bekanntzugeben.

Für Architekten- und Ingenieurleistungen enthält die VgV einen eigenen Abschnitt: Diese Leistungen werden im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb oder im Planungswettbewerb vergeben, der Preis darf dabei nicht das alleinige Zuschlagskriterium sein. Wer plant, konkurriert dort über Referenzen und Personalqualifikation, nicht über das Honorar.

DEFINITION · Rechtsbeschreibung mit Fundstelle, keine Rechtsberatung · ZAHL · aus den nächtlich gebauten Aggregaten des eigenen Bestands · alle Begriffe: friedrich-clement.com/glossar

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