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Sanierung und Erweiterung Oberschule Schmiedeberg - Los 17.1 Dachdeckerarbeiten
Ihr Weg zur Abgabe
- Frist: 9. November um 11:00 — noch 8 Tage.
- Die Abgabestelle steht in der Bekanntmachung (Link auf dieser Seite).
- Angebot und Nachweise in: Deutsch.
- Nachweise sammeln — nutzen Sie die Eignungs-Analyse auf dieser Seite: sie listet die Anforderungen und zu bekannten Bescheinigungen den Beschaffungsweg.
Was der Auftraggeber sucht
Die Stadt Dippoldiswalde schreibt Dachdeckerarbeiten an der Oberschule Schmiedeberg aus – Dämmung und Abdichtung von einem Hauptdach und drei Nebendächern bei laufendem Schulbetrieb.
- Gesamtfläche: rund 850 qm (ein Hauptdach + drei Nebendächer)
- Leistungen: Dämmung, Abdichtung, Entwässerungs- und Verblechungsarbeiten, Oberlichter
- Besonderheit: Ausführung während Unterrichtszeiten mit erhöhten Anforderungen an Baustellenorganisation und Lärmschutz
Die Große Kreisstadt Dippoldiswalde, im Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge, schreibt im Rahmen der Sanierung und Erweiterung der Oberschule Schmiedeberg die Dachdeckerarbeiten aus. Die Leistungen umfassen die fachgerechte Dämmung und Abdichtung eines Hauptdaches sowie drei weiteren Nebendächern mit einer Gesamtfläche von rund 850 qm. Neben den Abdichtungs- und Dämmarbeiten umfasst das ausgeschriebene Leistungsbild auch die erforderlichen Entwässerungs- und Verblechungsarbeiten, sowie Oberlichter. Die Ausführung erfolgt bei laufendem Schulbetrieb. Während der Unterrichtszeiten sind erhöhte Anforderungen an die Baustellenorganisation sowie an die Begrenzung von Lärm- und Erschütterungseinwirkungen einzuhalten. Ausführungsort: Oberschule Schmiedeberg / 01744 Dippoldiswalde OT Schmiedeberg · Bauleistung (fachgerechte Dämmung und Abdichtung eines Hauptdaches sowie drei weiteren Nebendächern mit einer Gesamtfläche von rund 850 qm), keine Beschaffung vorgesehen
Auftrag
Art der Leistung
Clement Was die Zahlen über diesen Auftraggeber sagen
- 45 % der Zuschläge dieses Auftraggebers gingen an Unternehmen, die hier schon einmal gewonnen hatten (34 Zuschläge seit 2018, verteilt auf 19 Unternehmen). 55 % gingen an neue Namen.n = 34 Zuschläge seit 2018
- Im Median lagen 3 Angebote je Verfahren auf dem Tisch (34 Verfahren mit Bieterzahl); bei 32 % blieb es bei einem einzigen Bieter. Branche: 4 Angebote im Median.n = 34
- Der Zuschlag lag im Median bei 85 % des geschätzten Auftragswerts (10 Zuschläge mit Schätzung und Wert) — wer an der Schätzung kalkuliert, liegt hier meist zu hoch. Branche: 89 %.n = 10
- In 14 Verfahren mit strukturierten Eignungskriterien verlangte dieser Auftraggeber am häufigsten: Referenzen: Bauleistungen (14 von 14), Mindestjahresumsatz (14 von 14), Eintragung im Handelsregister (14 von 14).n = 14
- Kein einziger der 34 Zuschläge mit bekanntem Gewinnerland ging bisher an ein Unternehmen aus dem Ausland. Branchenschnitt: 0 %.n = 34
Aus den dokumentierten Zuschlägen dieses Auftraggebers; Vergleichswerte aus derselben Branche und demselben Land. Keine Prognose, keine Rechtsberatung. Stand 01.11.2026.
Vergabeunterlagen auf einen Blick
Das Wichtigste aus den Vergabeunterlagen, Aussage für Aussage mit den Unterlagen abgeglichen. Für Ihr Angebot zählen die Originalunterlagen.
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✓ in den Unterlagen belegt · ❓ nicht in den Unterlagen gefunden oder allgemeine Angabe
Vergabeunterlagen Dachdeckerarbeiten Oberschule Schmiedeberg (Los 17.1)
Der Text betrifft ein Vergabeverfahren nach VOB/A Abschnitt 2 für Bauleistungen (Dachdeckerarbeiten, Los 17.1) bei der Sanierung und Erweiterung der Oberschule Schmiedeberg in Dippoldiswalde.
Erwähnt werden insbesondere Deutschland (Vergabestelle, nationale Gesetze), Russland (als Ausschlussgrund bei Unternehmensbezug) und die Europäische Union (EU-Verordnung, EU-VOB/A).
Zum Hintergrund der Vergabeunterlagen: Die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (Formblatt 211 EU) legt die Vergabeart (offenes Verfahren), die Angebotsfrist (09.11.2026, 11:00 Uhr) und die Bindefrist (08.01.2027) fest sowie die Bezeichnung der Baumaßnahme (Sanierung und Erweiterung Oberschule Schmiedeberg, Lutherplatz 24c, 01744 Dippoldiswalde, Maßnahmennummer 616, Los 17.1 Dachdeckerarbeiten).
Als beim Bieter verbleibende und zu beachtende Unterlagen werden u.a. die Teilnahmebedingungen EU (212), Besondere Vertragsbedingungen (214) mit weiteren Besonderen Vertragsbedingungen (Anlage 1), Bauzeitenpläne/Pläne, Stoffpreisgleitklausel (225), Regelungen zu Nichteisenmetallen (228), Abfall (241) und Datenverarbeitung (244) genannt.
Außerdem ist ein Instandhaltungs-/Wartungsvertrag vorgesehen, der zusammen mit den Bauleistungen wirtschaftlich bewertet wird.
Zu den einreichenden Unterlagen und Eignungsanforderungen: Mit dem Angebot sind nach 211 EU u.a. das Angebotsschreiben (213), das ausgefüllte Leistungsverzeichnis, die Eigenerklärung zur Eignung (124) für nicht präqualifizierte Unternehmen oder alternativ der Präqualifikationsnachweis, Angaben zur Preisermittlung (Formblatt 221 oder 222), das Angebot zur Lohngleitklausel (224), ggf. die Erklärung Bietergemeinschaft (234), das Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (235), die Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (248) und die EU-Unbedenklichkeitserklärung inkl. eForms und die Eigenerklärung Bezug Russland (127/L III.27) eingereicht.
Die Teilnahmebedingungen (212 EU) regeln, dass präqualifizierte Unternehmen ihre Eignung über das Präqualifikationsverzeichnis nachweisen; nicht präqualifizierte Unternehmen müssen mit der Eigenerklärung u.a. Umsatz der letzten drei Jahre (vergleichbare Bauleistungen), Referenzleistungen der letzten fünf Kalenderjahre, verfügbare Arbeitskräfte, Registereintragungen (Handelsregister, Handwerksrolle, IHK), das Nichtvorliegen von Insolvenz und Ausschlussgründen (§ 6e EU VOB/A) sowie ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen erklären.
Falls das Angebot in die engere Wahl kommt, sind auf gesondertes Verlangen u.a. drei detaillierte Referenznachweise, Gewerbeanmeldung/Handelsregister/Handwerkskarte, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Berufsgenossenschaft, der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamtes (Bescheinigung in Steuersachen) sowie Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG vorzulegen.
Zur Leistungsumfangsregelung (was, wie viel, wo, wann): Der Leistungsort ist die Oberschule Schmiedeberg, Lutherplatz 24c in Dippoldiswalde.
Die Leistungen betreffen das Dach (Los 17.1 Dachdeckerarbeiten); konkrete Mengen und technische Details ergeben sich aus dem Leistungsverzeichnis und den beigefügten Plänen (z.B. Verbinder Dachaufsicht, Verbinder Attika, Planliste mit Plannummern 2301–2308, 2413).
Die Besonderen Vertragsbedingungen (214) definieren Ausführungsfristen für Beginn und Vollendung auf Basis eines beigefügten Bauzeitenplans; Diese Fristen sind Vertragsfristen i.S.d. § 5 VOB/B.
Alle 52 Angaben zeigen
Ergänzende Vertragsbedingungen (Anlage 1 zum 214) präzisieren Arbeitszeiten (Montag-Samstag, mit besonderen Zeiten für lärmintensive Arbeiten während des Schulbetriebs) und regeln, dass Arbeiten zur Terminsicherung bei Terminverzug ggf. nur außerhalb der Unterrichtszeiten ohne Mehrvergütung erfolgen dürfen.
Der Leistungsumfang umfasst die Erstellung und Übergabe einer umfassenden Objektdokumentation/Revisionsunterlagen (Papier und digital, u.a. dxf, dwg, pdf), Fachbauleiter-/Fachunternehmererklärungen, Wartungsverträge, Bautagesberichte, Prüfzeugnisse, Materialnachweise, Entsorgungsnachweise, technische Dokumentation und Revisionspläne; die Abnahme erfolgt nur bei vollständiger Dokumentation.
Zu den Zuschlagskriterien und ihrer Gewichtung: Nach 211 EU, Seite 4, ist primäres Zuschlagskriterium der Preis; Die Wertungssumme wird aus den nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Preisnachlässen, Erstattungsbeträgen aus der Lohngleitklausel und den Instandhaltungs-/Wartungsangeboten (vier Jahre Wartungssumme) gebildet.
Ein nicht abgegebener Wartungspreis führt zwingend zum Ausschluss.
Außerdem sieht das Formblatt Zuschlagskriterien vor, dass bei Werkstätten für Behinderte ein Bonus von 15 % auf die Wertungssumme eingeräumt wird; ist ein Angebot einer anerkannten Werkstatt für Behinderte gleich wirtschaftlich wie ein anderes Angebot, erhält die Werkstatt den Zuschlag.
Der Nachweis der Eigenschaft als Werkstatt für Behinderte ist mit dem Angebot zu führen.
Zu Risiken, Besonderheiten und Nachunternehmerregelungen: Die Besondere Vertragsbedingungen (214) sehen Vertragsstrafen für jeden Werktag des Verzugs bei Einzelfristen oder Fertigstellung vor; die Berechnung erfolgt prozentual auf die Auftragssumme (ohne USt, ohne Instandhaltung) mit einer insgesamt prozentual begrenzten Obergrenze.
Ergänzende Bedingungen (Anlage 1) regeln eine Bauleistungsversicherung durch den Auftraggeber (OKV Ostdeutsche Kommunalversicherung); der Selbstbehalt trägt je die Partei, die nach VOB/B die Gefahr zu tragen hat, und die Versicherungsprämie in Höhe von 4 ‰ der Angebotssumme ist in die Einheitspreise einzurechnen und wird später von der Bruttoabrechnungssumme abgesetzt.
Der Auftragnehmer beteiligt sich prozentual an Kosten für Baustelleneinrichtung/Bautoiletten (0,1 %), Baustrom und Bauwasser (je 0,35 %) sowie Bauheizung (0,5 % der Netto-Abrechnungssumme).
Bauschuttbeseitigung und Baureinigung hat der AN eigenverantwortlich und kostenpflichtig zu übernehmen; bei Pflichtverletzung kann der AG einen Dritten beauftragen und Kosten von Abschlags-/Schlusszahlungen abziehen.
Weitere Risiken bestehen durch pauschale Abzüge von 1.000 € netto bei wiederholten Verstößen gegen Baustellensicherheit (SiGeKo‐Anweisungen) sowie durch Pflicht zur anteiligen Kostentragung einer ggf. angeordneten Videoüberwachung.
Sicherheitsleistungen: Für Vertragserfüllung und Mängelansprüche wird grundsätzlich verzichtet; Aber ist bei Auftragssummen ≥ 250.000 € netto eine Vertragserfüllungssicherheit von 5 % sowie bei Schlussrechnung ≥ 250.000 € netto eine Mängelsicherheit von 3 % der (Netto-)Abrechnungssumme inkl. Nachträge zu leisten (Anlage 1), wobei das Grundformblatt 214 leicht abweichende Formulierungen enthält – maßgeblich ist die Berichtigung/Weitere Besondere Vertragsbedingungen (neuere Fassung).
Nachunternehmer und Eignungsleihe müssen über Formblätter 235 (Verzeichnis Kapazitäten anderer Unternehmen) und 236 (Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen) benannt werden; bei Eignungsleihe haften der Bieter und das andere Unternehmen gemeinsam für die Auftragsausführung.
Die Russland‐Erklärung (127/L III.27) stellt ein besonderes Ausschlussrisiko dar: Es darf keine Bieter, Nachunternehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher mit Bezug zu Russland (nach EU-VO 2022/576) beteiligt sein, außer unter engen Ausnahmetatbeständen; Leistungen dieser Eignungsverleiher/Nachunternehmer/Lieferanten dürfen 10 % der Auftragssumme nicht überschreiten.
Zu Widersprüchen oder Korrekturen innerhalb der Unterlagen und zur Frage „welche Angabe gilt?“: Der Text enthält den Hinweis, dass bei Abweichungen zwischen Datenaustauschdateien (GAEB/DA‐XML) und schriftlicher Fassung die schriftliche Fassung der Vergabe- oder Abrechnungsunterlagen gilt; inhaltliche Unterschiede sind in der schriftlichen Fassung zu kennzeichnen (Formblatt 244 Datenverarbeitung).
Es gibt eine „Berichtigung_214_bes Vertragsbedingungen 17.1“, die ersichtlich die ursprünglichen Besonderen Vertragsbedingungen (214) mit den „Weiteren Besonderen Vertragsbedingungen“ (Anlage 1, Stand 19.06.2026) ergänzt/ändert, insbesondere bei Sicherheitsleistungen (Prozentsätze und Bezugsgrößen) sowie Vertragsfristen.
In solchen Fällen ist – wie üblich – die zuletzt datierte, als Berichtigung gekennzeichnete Fassung maßgeblich, soweit sie ausdrücklich bestimmte Punkte (z.B. Punkt 1.2 Vertragsfristen, Sicherheitsleistungen, Bauleistungsversicherung, Kostenumlagen) ergänzt oder korrigiert.
Antworten auf die geforderten Kriterien
Wird ein Mindestjahresumsatz verlangt? Wenn ja: wie hoch (je Los) und für welchen Zeitraum?
Zunächst zu wirtschaftlicher und finanzieller Leistungsfähigkeit (Mindestjahresumsatz): In der Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) muss der Bieter unter anderem den Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren angeben, soweit diese Bauleistungen und vergleichbare Leistungen betreffen.
Es wird jedoch in den vorliegenden Textauszügen kein konkreter Mindestjahresumsatz genannt und auch keine losbezogene Mindesthöhe festgelegt; eine etwaige genaue Mindestanforderung wäre – falls vorgesehen – der Auftragsbekanntmachung vorbehalten, die hier nur pauschal erwähnt wird.
Werden Referenzen verlangt? Wenn ja: wie viele, aus welchem Zeitraum und mit welcher Mindestgröße?
Zu Referenzen wird festgelegt, dass der Bieter in den letzten fünf Kalenderjahren bzw. dem in der Bekanntmachung angegebenen längeren Zeitraum vergleichbare Leistungen ausgeführt haben muss.
Falls das Angebot in die engere Wahl kommt, sind drei Referenznachweise vorzulegen.
Diese müssen unter anderem Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, wesentliche ausgeführte Mengen, eingesetzte Arbeitnehmerzahl, besondere technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), Rolle des Unternehmens (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer) sowie eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung enthalten.
Eine konkrete Mindestauftragssumme pro Referenz wird in den übermittelten Textstellen nicht genannt.
Wird ein Eintrag im Handels- oder Berufsregister verlangt? Wenn ja: welcher Nachweis und wie aktuell?
Bezüglich Handels- oder Berufsregistereintragungen enthält die Eigenerklärung zur Eignung eine Abfrage, ob das Unternehmen im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer eingetragen ist oder zu keiner Eintragung verpflichtet ist.
Gelangt ein Angebot in die engere Wahl, muss der Bieter zur Bestätigung seiner Erklärung insbesondere Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Eintragung in der Handwerksrolle bzw. bei der IHK vorlegen.
Müssen Sicherheiten gestellt werden (Bietersicherheit, Vertragserfüllungs- oder Mängelbürgschaft)? Wenn ja: welche, in welcher Höhe und bis wann?
Zu Sicherheiten sieht das Formblatt 214 (Besondere Vertragsbedingungen) sowie die „Weitere Besonderen Vertragsbedingungen“ vor, dass grundsätzlich auf Sicherheitsleistungen verzichtet, aber ab bestimmte Schwellen Sicherheit wird gefordert.
So ist ab einer Auftragssumme von mindestens 250.000 Euro ohne Umsatzsteuer eine Sicherheit für die Vertragserfüllung in Höhe von 5 % der Auftragssumme (ohne Umsatzsteuer, ohne Nachträge) zu leisten.
Für Mängelansprüche ist – soweit die Abrechnungssumme der Schlussrechnung mindestens 250.000 Euro ohne Umsatzsteuer beträgt – eine Sicherheit in Höhe von 3 % der Abrechnungssumme der Schlussrechnung (ohne Umsatzsteuer, einschließlich Nachträge) vorgesehen.
Eine besondere Bietersicherheit (Anzahlungssicherheit für Angebote) wird in den vorliegenden Unterlagen nicht gefordert.
Wird Sicherheit durch Bürgschaft geleistet, sind die vom Auftraggeber vorgegebenen Bürgschaftsformblätter („Vertragserfüllungsbürgschaft“, „Mängelansprüchebürgschaft“, „Abschlags-/Vorauszahlungsbürgschaft“) zu verwenden.
Sind Nachunternehmer erlaubt? Wenn ja: mit welchen Grenzen und welchen Nachweispflichten?
Nachunternehmer und Eignungsleihe sind ausdrücklich zulässig, unterliegen aber klaren Grenzen und Nachweispflichten.
Beabsichtigt ein Bieter, Teile der Leistung durch andere Unternehmen ausführen zu lassen oder deren Kapazitäten zur Erfüllung der Anforderungen an wirtschaftliche, finanzielle, technische oder berufliche Leistungsfähigkeit zu nutzen (Eignungsleihe), so hat er diese Leistungen/Kapazitäten bereits im Angebot zu benennen (Formblatt 235 Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen).
Auf gesondertes Verlangen sind Verpflichtungserklärungen dieser Unternehmen (Formblatt 236) vorzulegen, einschließlich Angaben zu Namen, gesetzlichem Vertreter und Kontaktdaten.
Bei Eignungsleihe im Bereich wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit müssen Bieter und Eignungsverleiher gemeinsam für die Auftragsausführung haften; eine Haftungserklärung ist zusammen mit der Verpflichtungserklärung abzugeben.
Außerdem ist vorgegeben, dass andere Unternehmen, bei denen Ausschlussgründe vorliegen oder die entsprechende Eignungskriterium nicht erfüllen, innerhalb einer gesetzten Frist zu ersetzen sind.
Ergänzend ist – aufgrund der Verordnung (EU) 2022/576 – festgelegt, dass Bewerber, Bieter, Auftragnehmer sowie deren Unterauftragnehmer, Lieferanten und Eignungsverleiher keinen Bezug zu Russland im definierten Sinn haben dürfen.
Falls Kapazitäten von Personen oder Unternehmen mit Russlandbezug genutzt werden, dürfen deren Leistungen jeweils höchstens 10 % der Auftragssumme überschreiten; bei Überschreitung oder fehlender Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 der Verordnung wäre ein Zuschlag unzulässig.
Diese Regelung betrifft insbesondere Unterauftragnehmer und Eignungsverleiher und stellt also eine materielle Grenze für den Einsatz bestimmter Nachunternehmer und Kapazitätsleiher dar.
Weitere Angaben
Der Text betrifft Vergabeunterlagen für Bauleistungen (Los 17.1 Dachdeckerarbeiten) bei einem öffentlichen Bauvorhaben in Deutschland (Große Kreisstadt Dippoldiswalde) unter Anwendung der VOB/A Abschnitt 2. Es werden auch Bezüge zum EU-Recht (Verordnung (EU) 2022/576) hergestellt, insbesondere zu Unternehmen mit Bezug zu Russland, die als Bieter, Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher beteiligt sein könnte.
Die Anforderungen und Regelungen sind also aus Sicht eines deutschen öffentlichen Auftraggebers im europäischen Rechtsrahmen formuliert.
Firmenangaben ergänzen — dann zeigen wir, ob Sie Umsatz, Versicherung und Referenzen erfüllen →
Maßgeblich sind allein die Vergabeunterlagen des Auftraggebers. Stand: 13.10.2026
Was Sie nachweisen müssen — Eignungskriterien
Vergabeunterlagen — Direktdownload
Wer bei diesem Auftraggeber bisher gewonnen hat
Über alle Auftragsarten dieses Auftraggebers — nicht nur diese Sparte. Eine Stadt kauft Software und Feuerwehrfahrzeuge beim selben Einkauf.
| Unternehmen | Zuschläge | Zeitraum |
|---|---|---|
| Planungsbüro Schubert GmbH & Co. KG | 3 | 2022–2026 |
| Ingenieurbüro für Elektrotechnik · Ebersbach | 3 | 2024–2025 |
| Finze & Wagner Ingenieurges. Sachsen mbH · Sachsen - Nünchritz | 3 | 2025 |
| VBW Bauwerksvermessung · Dresden | 3 | 2026 |
| SASKIA Informations-Systeme GmbH · Chemnitz | 3 | 2025 |
Wie oft dieser Auftraggeber so etwas ausschreibt
Kontakt Vergabestelle
Taktik
Wenn dieser Auftraggeber in dieser Branche vergeben hat, gingen meist etwa 4 Angebote ein. Ein normales Feld für diesen Markt. (Erfahrungswert aus 6 abgeschlossenen Vergaben — keine Aussage über dieses Verfahren.)
Dieses Verfahren gibt 28 Tage zwischen Veröffentlichung und Frist — üblich in Deutschland sind 32 (Mittel aus 20.496 Verfahren). Deutlich knapper als üblich: hier zählt die erste Woche.
Die Frist fällt auf einen Montag — Ihr letzter voller Arbeitstag ist der Freitag davor. Nachweise und Bürgschaften bis Donnerstag beisammen haben.
Bieter aus dem Ausland
In Deutschland · Bauarbeiten gingen 687 Aufträge der letzten 3 Jahre an ausländische Firmen (von 244.229 erfassten Vergaben) — vor allem aus Österreich, Frankreich, Polen.
Angebotssprache: Deutsch.
So bewerben Sie sich
Anleitung: So bewerben Sie sich auf cosinex Vergabemarktplatz / DTVP → Registrierung, Signatur, Gebühren — aus dem Bieterhandbuch des Betreibers.
Die nächste nicht verpassen
Solche Ausschreibungen schickt Friedrich jeden Morgen um 7:30 Uhr als KI-geprüfte Auswahl — Claude von Anthropic prüft, ob sie zur Firma passen, und lernt aus jeder Rückmeldung.
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